Lesung: RM. Rilke und A. Forrer - ein aussergewöhnlicher Briefwechsel

Die von Mirella Carbone und Joachim Jung vorgelesenen und kommentierten Briefe zeugen von der Entstehung und Vertiefung einer geistig-emotionalen Verbindung zwischen zwei sehr unterschiedlichen Menschen, die sich nur drei Mal kurz begegnet sind.

Im November 1919 las Rilke eigene Gedichte in St. Gallen. Unter den Zuhörern befand sich auch die 18-jährige Anita Forrer. Die poetische Kraft von Rilkes Vortrag, aber auch der Zauber seiner Persönlichkeit, wirkten so stark auf die junge Frau, dass sie dem 44-jährigen, damals schon bekannten Dichter kurz darauf schrieb. Rilke gefiel Anitas ungekünstelte Sprache und er antwortete ihr. Daraus entwickelte sich ein Briefwechsel, der einen prägenden Einfluss auf die Entwicklung der jungen Frau hatte und der zugleich ein bedeutendes literarisches Zeugnis für das Einfühlungsvermögen des Dichters ist.

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18. August 2026

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