Grevasalvas

Grevasalvas bei Sils im Engadin
Umgeben von majestätischen Berggipfeln und grünen Wiesen, ruht die malerische Maiensäss-Siedlung Grevasalvas über dem Silsersee. Das idyllische Dorf zeichnet sich jedoch nicht nur durch seine Schönheit aus, sondern auch durch seine reiche Geschichte. Heute dienen die von Bergblumen gezierten Steinhäuser hauptsächlich als einfache private Wochenend- oder Ferienhäuser, doch das war nicht immer so.

Die Maiensäss-Siedlung

Grevasalvas liegt oberhalb von Plaun da Lej auf 1940 M.ü.M. und gehört zur politischen Gemeinde Sils. Sie ist eine von drei Maiensäss-Siedlungen in Sils und wohl auch die berühmteste. Grevasalvas liegt auf der Via Engiadina und auch auf Wanderwegen, die zum Beispiel zum Piz Grevasalvas und zum Lunghinpass führen, alles sehr beliebte Wanderziele. Ausserdem ist das pittoreske Dörflein auch als «Heididorf» bekannt, denn die Dreharbeiten für die Heidi-Serie von 1978 fanden zum Teil dort statt.

Grevasalvas existierte schon im Mittelalter und war damals noch dauernd bewohnt. Bergeller Bauern – hauptsächlich aus Soglio – verbrachten dort den Sommer mit ihrem Vieh auf den Alphöfen. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts sind die Höfe privat, wurden jedoch weiterhin im Alpsommer von Bergeller Bauernfamilien als Alp, Maiensäss und zur Vorwinterung betrieben. Gegen Ende des 20. Jahrhunderts gaben viele den Bauernbetrieb auf Grevasalvas auf und nutzen seither die Gebäude als Rückzugsort abseits des alltäglichen Trubels.

Touren nach Grevasalvas