Dorfportrait

Dorfportrait Sils
Sie werden es Tag für Tag erleben. Im schönen Engadinerdorf Sils auf 1802 m ü. M. ist alles etwas intensiver: Die Ruhe, die Jahreszeiten, das Licht, die Natur – das Glück.

Gastfreundschaft erleben

Die Feriengäste, denen St. Moritz zu umtriebig war, sind nach Sils Maria weitergefahren. So war es vor hundert Jahren; und so ist es noch heute. Spürbar bei jedem Schritt: Wer nach Sils kommt, will etwas für seine Seele tun. Und dabei die Herzlichkeit eines kleinen Dorfs mit rund 810 Einwohnern erleben, in dem Tourismus Tradition hat und seit über 100 Jahren gelebt wird.

Unterwegs durch die Geschichte

Sie wären nicht der erste Gast, der von Sils schwärmt. Seit Friedrich Nietzsche, der Philosoph und Dichter, Sils zum «lieblichsten Winkel der Erde» erklärte, haben SchriftstellerInnen, MusikerInnen und MalerInnen das Dorf besucht und schätzen gelernt. Sils kennenlernen heisst auch seine Kultur entdecken. Unser Angebot an Konzerten, Lesungen und Kulturtagungen sowie unsere Museen laden Sie herzlich dazu ein.

Silsersee im Sommer
Silsersee im Sommer
Sils und Silsersee im Herbst
Sils und Silsersee im Herbst

Zwei Herzen, eine Seele

Sils Maria und Sils Baselgia: Unser Dorf hat zwei Namen, weil es zwei Ortschaften umfasst. Sils Baselgia ist um die Kirche San Lurench entstanden. Sie wird erstmals 1356 erwähnt und steht heute noch. «Baselgia» leitet sich von Basilika (Kirche) ab. In Sils Maria, dem grösseren Ortsteil, stand einst die grosse Meierei. Der Name «Maria» weist nicht auf den Eigennamen, sondern auf den Begriff Meierei hin. «Sils» heisst so viel wie grüne Matte, langer Ackerstreifen. Damit war auch die Silser See-Ebene gemeint. Sie ist noch immer eine "grüne Matte" - dank Landschafts- und Naturschutz und dem Bewusstsein für diese Werte, das die Silser Bevölkerung in sich trägt.

Bauern, Fischer, Patrizier

Sils war einst ein Bauern- und Fischerdörfchen und eine Pferdewechselstelle an der Maloja-Julier-Route. Wiesen und See gehörten bis zur Reformationszeit dem Bischof von Chur. Mit der Eröffnung des Hotels Alpenrose 1865 begann sich vieles zu ändern: Die ersten Kurgäste, anfänglich nur im Sommer, läuteten eine neue Epoche ein und erfanden später den Wintersport. Doch vieles aus dem alten Sils ist bis heute geblieben: die stattlichen Engadiner Häuser etwa, die meist im 16. und 17. Jahrhundert entstanden. Aber auch die Ruhe, denn der Grossteil unseres Dorfes ist praktisch verkehrsfrei.

Kleine Maiensässe – grosse Kulisse

Sils ist eingebettet in die Ebene zwischen Silsersee und Silvapanersee. Zur Gemeinde Sils gehören die drei Maiensäss-Siedlungen Grevasalvas, Blaunca und Buaira sowie die Fraktionen Plaun da Lej und das Val Fex. Eine der schönsten davon, Grevasalvas, liegt hoch über dem Silsersee und war malerische Kulisse für die erste Heidi-Verfilmung.

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